|
Bilderrahmen, Passe-partout |
|
Der Bilderrahmen ist der äußere Schutz und die Einfassung von Bildern. Ursprünglich waren die Bilderrahmen für die kirchlichen Bilder oder Altarbildern gebräuchlich. Die ältesten Bilderrahmen wurden aus Holz, teilweise auch aus Marmor und in seltenen Fällen auch aus Metall angefertigt. Bilderrahmen aus Holz wurden erst bemalt und teilweise vergoldet oder auch zuletzt ganz vergoldet. Zunächst wurden die Bilderrahmen auch mit farbigen Verzierungen oder auch mit Einlegarbeiten versehen. Erst seit dem 16. Jahrhundert wurde der Bilderrahmen eher schlicht in weiß oder in Naturfarben gehalten. Als die Zeichnung als eigenständiges Kunstwerk galt und die schließlich die Fotografie erfunden wurde, stieg auch die Nachfrage der Bilderrahmen. Schließlich wurde der Bilderrahmen ab der zweiten Hälfte des 20.Jahrhunderts zu einem Massenprodukt. Damit die Wirkung des Inhaltes erhöht wird und der Bildträger geschützt ist, werden zu den meist schmalen Bilderrahmen Passepartout verwendet. Durch das Passe-partout wird der Abstand zur darüberliegenden Glasplatte gewährt. Das Passepartout ist eine Papier bzw. Kartonumrahmung für Gemälde, Bilder und Grafiken. Die wesentliche Aufgabe des Passepartout besteht darin, den Inhalt (Bild, Grafik oder Gemälde) vor Ausdünstungen, das aus dem Rahmenholz stammt, zu schützen und die Betrachtung auf das Kunstwerk zu richten, das durch den Bilderrahmen abgelenkt wird. Dabei werden die Schadstoffe vom Passepartout gebunden, so können die Schadstoffe das Kunstwerk nicht erreichen bzw. nur in kleinster Konzentration angreifen. Ein ideales Passepartout müsste außerdem aus säurefreiem Material bestehen.
|